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Hier finden Sie alle relevanten Informationen zu „Brexit und Logistik“!

Alle Informationen ohne Gewähr!

DB SCHENKERcustoms – die Zoll Checkliste für Ihr Business.

Wenn Ihr Unternehmen bisher ausschließlich innerhalb der EU Geschäftsbeziehungen hatte und noch keine EORI Nummer hat, sollte diese beantragt werden.

Für eine EU-weit einheitliche Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten ist eine so genannte “EORI-Nummer” zu verwenden.
Wozu benötigt man eine EORI-Nummer?
Die EORI-Nummer

  • dient zur eindeutigen Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten und anderen Personen in ihren
    Beziehungen zu den Zollbehörden;
  • ist in allen Kontakten (Anträge im Zollverfahren, Zollanmeldungen, Berufungen und dgl.) der
    Wirtschaftsbeteiligten und anderer Personen mit den Zollbehörden (auch in anderen Mitgliedstaaten)
    zu verwenden;
  • wird auch beim Informationsaustausch mit anderen Zollbehörden und anderen Behörden verwendet.

Der Antrag auf Registrierung hat über das Internet zu erfolgen. Unter dem nachfolgenden Link können Sie Ihre EORI Nummer beantragen EORI Nummer

Produkte sind mit einer zehnstelligen Zolltarifnummer klassifiziert. Dieser Code wird in Zollanmeldungen angegeben. Mit diesen Informationen ist den Behörden bekannt, welche Waren in der Sendung enthalten sind und in welcher Höhe die jeweiligen Einfuhrzölle und Steuern beim Import von Sendungen liegen. Liegt der Code nicht vor bzw. wird dieser falsch angegeben, kann es zu Nachfragen von Seiten unserer Zolldeklaranten und dadurch zu Verzögerungen kommen.

Die TARIC-Auskunftsanwendung können Sie unter nachfolgenden Link abrufen TARIC-Datenbank. In der TARIC Datenbank erhalten Sie alle relevanten Auskünfte zu jedem TARIC-Code oder der Warenbeschreibung.

Die gesetzlichen Regelungen, die sich sowohl aus nationalem wie auch aus europäischem Recht ergeben, können die Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr beschränken.
Diese nachstehenden Restriktionen werden bei einem harten Brexit sofort und uneingeschränkt Umsetzung finden:

  • Schutz der öffentlichen Ordnung
  • Schutz der Umwelt
  • Schutz der menschlichen Gesundheit
  • Schutz der Tierwelt
  • Schutz der Pflanzenwelt
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Schutz des Kulturgutes

Weiter Informationen zur Exportkontrolle finden Sie auf der Website des BMDW Link.

Bei einem „harten Brexit“ wird es keine Zollbegünstigungen aufgrund eines Freihandelsabkommen oder einer Zollunion zwischen der EU und GB geben.

Vormaterialien aus Großbritannien
Wenn Sie Vormaterialien aus GB zur weiteren Be- oder Verarbeitung beziehen, sollten Sie bedenken, dass diese Vormaterialien künftig als Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft bei Ihrer Ursprungskalkulation zu bewerten sein werden. Das bedeutet für Sie, dass diese Materialien nach dem Brexit nicht länger zum Erreichen des präferenziellen EU-Ursprungs des Enderzeugnisses beitragen. Überprüfen Sie Ihre Ursprungskalkulation unter diesem Gesichtspunkt.

Als Mitgliedstaat der EU verlaufen Veredelungsarbeiten zwischen GB und der EU reibungslos. Unter Veredelungsarbeiten sind Bearbeitungen, Verarbeitungen oder Reparaturen an Waren zu erfassen. Damit aber auch nach dem Brexit an den eingeführten Waren aus GB weiterhin Veredelungsarbeiten ohne die Erhebung von Eingangsabgaben und Anwendung handelspolitischer Maßnahmen im Zollgebiet der Union durchgeführt werden können, ist die Überführung in das Zollverfahren der aktiven Veredelung erforderlich.

Wenn Waren aus der EU vorübergehend nach GB für Veredelungsarbeiten ausgeführt werden und bei der späteren Einfuhr keine volle Zollbelastung unterliegen sollen, findet als Zollverfahren die passive Veredelung Anwendung. Vom Grundgedanken her stellt sie das Spiegelbild der aktiven Veredelung dar.

Ein Carnet ATA (auch Carnet A.T.A.) ist ein von 77 Ländern darunter alle Staaten der EU, vertraglich anerkanntes Zolldokument (Carnet), dass die Abfertigung bei einer vorübergehenden Einfuhr von Waren in ein Land im Rahmen des ATA-Übereinkommens vereinfacht und beschleunigt.
Das Besondere und zugleich der entscheidende Vorteil dieses Verfahrens gegenüber einer temporären Einfuhr außerhalb des ATA-Verfahrens ist, dass für die eingeführten Waren keine Eingangsabgaben in den dem Verfahren angeschlossenen Drittländern zu entrichten sind. Ein Carnet ATA kann für unterschiedliche Arten der Warenverwendung ausgestellt werden:

  • Messe- und Ausstellungsgüter
  • Warenmuster
  • Berufsausrüstungsgegenstände

Die Waren dürfen nicht verbraucht oder bearbeitet werden. Prospekte, sogenannte „give aways“ und Ähnliches sind deshalb genauso wenig zulässige Carnet-Waren wie verderbliche Waren. Der Versender hat sicherzustellen, dass dieselbe Ware, die eingeführt wurde, auch fristgerecht wieder ausgeführt wird.

Das Versandverfahren (T1/T2) wird nach dem Brexit dazu beitragen, dass Staus an der neuen Außengrenze vermieden werden, da GB im NCTS Verfahren bleibt. Hier könnte es bei der Übermittlung der summarischen Eingangs-, bzw. Ausgangsmeldung zu Verzögerungen kommen.

T1/T2 ist die Bezeichnung für ein Zolldokument, das verwendet wird, um Zollgut von einer Zollstelle zu einer anderen zu transportieren.

Das T1- / T2-Dokument oder auch Zollversandschein hat den Sinn, Zollware beim Transport zu begleiten, damit die Mengen nachvollziehbar bleiben. Wenn nicht bei Eintritt der Zollware in die EU eine Verzollung im ersten Zollamt (Grenzzollamt, Flughafen, Seefrachthafen) erfolgt, begleitet das T1-Papier die Importware bis zur endgültigen Zollabfertigung am Empfangsort.