Brexit? Kein Problem!

September 2020 - Kunden-Update zum Brexit

 Sehr geehrte Kunden, 

als internationales Unternehmen, das Transporte von oder nach Großbritannien durchführt, sind Sie durch den Brexit mit komplexen Herausforderungen konfrontiert. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wird voraussichtlich zu deutlichen Veränderungen im Warentransport führen.

Als Ihr Logistikpartner unternehmen wir erhebliche Anstrengungen, um Ihre Anforderungen für Transporte von und nach Großbritannien - auch nach dem Austritt - bestmöglich zu bedienen.

DB Schenker hat in den vergangenen zwei Jahren detaillierte Vorbereitungen für den Brexit getroffen, darunter die Einrichtung einer europäischen Brexit-Taskforce. Gemeinsam und partnerschaftlich werden wir die Herausforderungen des Brexits bewältigen.

Ihre DB Schenker Brexit-Taskforce


Sehen Sie sich unser Brexit-Webinar an. Bitte beachten Sie, dass das Webinar auf Englisch stattgefunden hat.

DB Schenker bringt Sie sicher durch den Brexit - Oliver Bohm (Chief Commercial Officer Europe), Chris Clayton (Brexit Program Lead), Julie Heard (Chief Commercial Officer Cluster UK & IE) and Ray Hennessy (Cluster CEO UK & IE) geben einen Einblick in die Vorbereitung auf den Brexit.


Nach Inkrafttreten des Austrittsabkommens hat Großbritannien die EU zum 1. Februar 2020 verlassen. Während einer Übergangsperiode bis zum 31. Dezember 2020 gelten die Handelsformalitäten zwischen den beiden Wirtschaftspartnern zunächst weiter.

Eine Verlängerung der Übergangsphase mit Zugang zu Binnenmarkt und Zollunion über das Jahresende hinaus wurde inzwischen endgültig abgelehnt. Bisher gibt es noch kein Abkommen, das die Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit regelt. Unklar ist auch der Status des Güterverkehrs zwischen Großbritannien und Nordirland.

Somit ist ab dem 1. Januar 2021 mit erheblichen Veränderungen in den Handelsbestimmungen und Zollverfahren zu rechnen.

Die Unternehmen in der EU und im Vereinigten Königreich müssen daher unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen über die künftige Partnerschaft auf neue Zollprozesse und -verfahren am Ende der Übergangszeit vorbereitet sein.


Die folgenden Schritte sollen Ihnen helfen, sich auf den Brexit vorzubereiten und die möglichen Auswirkungen zu minimieren:

  • Analysieren Sie Ihr Geschäft hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Brexits auf Ihre Warenströme und Lieferketten.
  • Informieren Sie sich über die Entwicklung der politischen Situation und die Auswirkungen auf Ihre Brexit-Planung.
  • Teilen Sie Vertretungsvollmachten für Kunden/Empfänger mit DB Schenker oder generieren Sie sie so schnell wie möglich im benannten lokalen Zollsystem (dies ist eine gesetzliche Vorschrift in vielen Ländern).
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Partner in ihren Handelspapieren die erforderlichen Informationen angeben, um eine Zollanmeldung abgeben zu können.
  • Kontrollieren Sie Ihre eigenen Handelspapiere und stellen Sie sicher, dass sie die erforderlichen Informationen enthalten, um eine Zollanmeldung abgeben zu können.
  • Prüfen Sie für die Einfuhr aus Irland in das Vereinigte Königreich, welche Zollverfahren Ihr Importeur im Vereinigten Königreich anwenden möchte.
  • Teilen Sie DB Schenker mit, welche Genehmigungen Sie vom Zoll erhalten haben.
  • Informieren Sie DB Schenker, wenn Sie eine mögliche Verkehrsträgeränderungen in Betracht ziehen, z.B. von der Straße auf Luftfracht.
  • Sprechen Sie mit Ihren Handelspartnern über die Informationen, die sie in ihrer Dokumentation angeben (bezogen auf die Zollanforderungen).
  • Teilen Sie DB Schenker mit, ob Sie im Fall eines harten Brexits eine verschobene Umsatzsteuerabrechnung anstreben.


Die möglichen Mehrkosten aufgrund geänderter Zollformalitäten werden von uns kontinuierlich gemonitort. Preise für Zolldienstleistungen von/nach UK werden nach Feststehen der finalen Anforderungen und Prozesse angepasst.  

Mit unserer europäischen Brexit-Taskforce verfügen wir über eine kompetente Gruppe von Experten, die gemeinsam an diesem wichtigen Projekt arbeitet.

Diese wird ergänzt um eine nationale Projektgruppe mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen relevanten Ressorts, u.a. den Bereichen Zoll, Betriebsabläufe, Kommunikation und Vertrieb.

Die von der Brexit-Taskforce getroffenen Vorkehrungen sollen den Übergang nach dem Brexit erleichtern und die Sicherstellung unserer Serviceleistungen für unsere Kunden gewährleisten.

Daneben verstärken wir unsere operativen und Zoll-Teams, um die zusätzliche Arbeitsbelastung zu bewältigen, die ab dem 1. Januar 2021 auf uns zukommt.

Unser Kernziel ist die Bereitstellung eines reibungslosen Transport- und Zolldienstes von und nach Großbritannien für alle unsere Kunden.

DB Schenker verfügt über das größte Netzwerk in ganz Europa mit einer Vielzahl von Verbindungen und potenziellen Übergangsstellen von Europa nach Großbritannien. Wir nutzen bereits heute ausgefeilte Verfahren für den Umgang mit Tunnel- und Fährunterbrechungen, die es uns ermöglichen, die potenziellen Vorteile eines Routenwechsels zu berechnen, sollte es an einem bestimmten Kreuzungspunkt zu einer Verzögerung kommen.

Weitere Informationen zum Brexit finden Sie auf den folgenden Webseiten:

Stand: 28. September 2020 – alle Informationen werden ständig aktualisiert.