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Änderung Wochenruhezeit Güterverkehr

Lkw-Fahrer dürfen ab sofort ihre wöchentlichen Ruhezeiten nicht mehr im Fahrzeug verbringen.

Das seit Anfang dieses Jahres von der EU-Kommission angekündigte Gesetzespaket wird auch für die Schweiz weitreichende Änderungen mit sich bringen. Seit Ende Mai ist infolgedessen in Deutschland das Fahrpersonal­gesetz bereits an die EU-Richtlinien angepasst worden. Konkret dürfen (anders als bei den Tagesruhezeiten) die erweiterten Wochenruhezeiten nun nicht mehr in der Fahrerkabine verbracht werden. Die Einführung in Deutschland führt zu einer deutlichen, europaweiten Verknappung des Lkw-Angebots, vor allem zum Wochenende hin.

Mit der Neuregelung soll nun nach Belgien und Frankreich auch in Deutsch­land den teilweise menschenunwürdigen Bedingungen im Güterfernverkehr entgegengewirkt werden. Eine geeignete Schlafmöglichkeit für den Fahrer soll zudem die Verkehrssicherheit im Strassenverkehr erhöhen. Verstösse gegen das jeweils gültige Fahrpersonalgesetz werden mit hohen Bussgeldern von bis zu 1500 Euro geahndet. Es wird davon ausgegangen, dass diese Verordnungen der EU in den kommenden Jahren auch in allen übrigen EU-Staaten in natio­nales Recht umgesetzt werden.

Durch diese Anpassungen können erhöhte operative Kosten im internationalen Verkehr nicht ausgeschlossen werden, da die Transportunternehmen nun verpflichtet sind, ihren Fahrern Hotelübernachtungen oder Taxi-Transfers zu bezahlen. Ferner wirkt sich die Verknappung des Lkw-Angebots auf die Einkaufs­konditionen aus. Die tatsächlichen Folgen der Regulierung sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.