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Interview mit Christian Bohnert

Head of Sales Air/Ocean Southwest (Bad Krozingen, Ilsfeld, Karlsruhe, Villingen-Schwenningen)

DB Schenker:
Hallo Herr Bohnert! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview nehmen. Von 100 Jahren Geschäftsstelle Bad Krozingen: Wie viele Jahre sind Sie schon dabei?

Christian Bohnert:
Ich war schon im letzten Jahrtausend dabei (lacht)! Tatsächlich habe ich 1999 meine Ausbildung bei DB Schenker am Standort Appenweier begonnen. Nach dem Abschluss verschlug es mich aber direkt nach Australien.
 

DB Schenker:
Sie sind anscheinend viel herumgekommen. Gab es da noch mehr?

Christian Bohnert:
Ich bin schon immer open minded gewesen. Einmal den Duft der großen weiten Welt geschnuppert, bin ich der Luft- und Seefracht treu geblieben.

Zwischen 2003 und heute konnte ich mich in verschiedenen Key Account und Produktrollen Air / Ocean in Sydney und in Perth (Australien), sowie Ulm a.D. und Bad Krozingen im internationalen Bereich der Luft- und Seefracht bestens weiterentwickeln.
 

DB Schenker:
Gibt es ein paar Highlights, von denen Sie uns berichten mögen?

Christian Bohnert:
Jede Station hatte etwas Besonderes. In Sydney beispielsweise war meine Hauptaufgabe im Key Account Management einen National Survey für Schenker Australia zu entwickeln. Sie können sich sicher vorstellen, dass ein australischer Opal Minen-Besitzer einen interessanten Akzent haben kann. Spätestens da wusste ich, dass es mehr als Schulenglisch fordert. In Perth, an der australischen Westküste, luden wir damals Weinkartons aus Margaret River per Hand und einzeln in Container. Das war noch Spedition zum Anpacken! Spannend war auch mein Projekt Lead am Touwsrivier CPV Solar Transport. In Südafrika entstand die weltweit zweitgrößte Solaranlage, die seit 2014 dort Strom ins Netz einspeist. Ein weltweites Sourcing bedarf eines guten Netzwerks wie DB Schenker. Stellen Sie sich vor, es kommen Teile aus EU, USA und China und werden auf einen fast unerschlossenen Acker in Afrika geliefert. Für die Entladung musste zuerst einmal eine Rampe inmitten der Weinberge gebaut werden. Wenn dazu dann die Cape-Winds wehen, und die Schiffe nicht in den Hafen von Capetown können, bedarf das Transparenz und genauer Überwachung. Hier unterstützte uns auch unsere Smartbox, das heißt die Sensortechnologie.

Für alle, die mehr darüber erfahren wollen: Sensortechnologie

Viel Erfahrung brachte ebenfalls ein Umzug einer Solar Panel-Produktionsfabrik nach San Diego, USA oder die Zusammenarbeit mit den Schweizer Kollegen und das Aufsetzen gemeinsamer Sammelcontainer aus Asien. Meine Lieblingsgeschichte ist allerdings die Gold-Sieb-Maschine, die wir per Seefracht nach Guinea geliefert haben. Der Kunde hatte bei einem Brückenbauprojekt Gold gefunden, und finanzierte das Projekt in Conakry ab da entsprechend auch genau damit weiter.
 

DB Schenker:
Bei solchen Projekten kommt es sicherlich auf eine gute Zusammenarbeit an, richtig? Dass also alle Beteiligten auch an einem gemeinsamen Strang ziehen.

Christian Bohnert:
Ja, das ist natürlich entscheidend für den Erfolg von Projekten. Ebenso wichtig ist, dass Monitoring und die Steuerung der Sendungen. Unsere Möglichkeiten ändern sich, die Ansprüche unserer Kunden ändern sich ebenfalls. Zu Beginn meiner Schenker-Zeit haben noch das operative Verkehrssystem, Excel-Listen und manuelle Schritte die Sendungen überwacht. Heute haben wir – vom klassischen Ordermanagement, Supplier Anbindungen über Freight Management Solutions bis hin zu Supply Chain Analytics wie beispielsweise KPI Dashboards, In Transit Dashboards – einfach alles, was das Herz begehrt. Mit dem Produkt International Supply Chain Solutions (ISCS) bietet DB Schenker seinen Kunden Plattformen, auch unabhängig vom jeweiligen Spediteur.
 

DB Schenker:
Und aktuell arbeiten Sie aber in Sales?

Christian Bohnert:
Genau. 2018 ergab sich die Möglichkeit des Wechsels in Sales. Heute bin ich Head of Sales Air/Ocean im Gebiet Südwest, das heißt zuständig für unsere Standorte in Bad Krozingen, Ilsfeld (Heilbronn), Karlsruhe sowie Villingen-Schwenningen.
 

DB Schenker:
Persönliche Gespräche können im Moment ja leider immer noch nicht wie früher stattfinden. Was tun Sie stattdessen?

Christian Bohnert:
Wir im Vertriebsteam überlegen uns genau, wie wir unsere Kunden auf angenehme Weise erreichen möchten und nutzen dafür alle vorhandenen Möglichkeiten. Virtual Calls und Meetings, das heißt unter anderem virtuelle Besuche via Online-Plattformen werden von unseren Kunden perfekt angenommen. Auch wenn der persönliche Kontakt nicht sterben wird, ist diese Möglichkeit oft auch willkommen für unseren Kunden an Tagen mit vollen Terminkalendern.

Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Webinare und Consulting im Südwesten, in denen wir gemeinsam mit unserem Cluster & Global Management über unsere Produkte sowie aktuelle Lösungsansätze informieren. In letzter Zeit standen natürlich die Themen Luftfracht-Charter, Ideen zu Kapazitäts- und Equipment-Engpässen als Hilfestellung auf der virtuellen Agenda. Alles dazu finden Sie auf den bekannten DB Schenker-Kanälen.

Diese Verknüpfung von Kontakt und Technik nennen wir ganz einfach Virtual Sales.

Schauen Sie doch mal rein!

DB Schenker:
Herr Bohnert, wir danken Ihnen für die vielen Einblicke in Ihre Arbeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und viele Möglichkeiten!

Kontakt:

christian.bohnert@dbschenker.com Tel. + 49 160 97488752