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Interview mit Reiner Allgeier

Unser Hidden Hero – der Weltenbummler


DB Schenker:
Hallo Herr Allgeier! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für die Beantwortung unserer Fragen nehmen. Von 100 Jahren Geschäftsstelle Bad Krozingen: Wie viele Jahre waren Sie dabei?

Reiner Allgeier:
Ich war 45 Jahre für DB Schenker tätig und dabei in neun Ländern aktiv: Kenia, Nigeria, Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Indien, Taiwan und Deutschland. In Afrika war ich im Vertrieb und habe spezielle Projekte betreut, später ging ich als Landesleiter nach Asien.
Ich war also ungefähr die Hälfte der Zeit im Ausland, davon am längsten auf den Philippinen für sechs Jahre von 2006 bis 2012. Die andere Hälfte arbeitete ich in Deutschland.

DB Schenker:
In Ihren 45 Jahren für DB Schenker gab es doch bestimmt auch besondere Highlights. Würden Sie uns davon welche verraten?

Reiner Allgeier:
Ein besonderes von vielen Highlights in jedem Land war die Integration und Verschmelzung von drei Firmen zu Schenker Philippines, gleichzeitig auch die größte Herausforderung, denn es mussten 350 Mitarbeitende und drei unterschiedliche Strukturen zusammengeführt werden.
In Indien gab es 38 Niederlassungen mit rund 2.000 Mitarbeitenden – das war also verbunden mit viel Reisetätigkeit, und dem Management vieler Besucherinnen und Besucher aus der Auslandsorganisation. Mancher Arbeitstag begann um 4:00 Uhr morgens auf den Weg zum Flieger und endete erst spätabends im Hotel. Eine besondere Herausforderung waren die endlosen Diskussionen mit den indischen Mitarbeitern. Ein Meeting konnte schon mal 10 (!) Stunden dauern (DB Schenker India).

DB Schenker:
Das klingt nach viel Arbeit. War das überall ähnlich?

Reiner Allgeier:
Nun ja, meine bleibende Afrika-Erinnerung ist: Die Arbeit gestaltet sich als großes Abenteuer. Ich war zum Beispiel 1982 Projektdelegierter in Nigeria, das war ohne Büro, mit vielen Reisen und auf vielen Baustellen – dazu ein Beispiel: Es sollten Wasserversorgungssysteme für Kaduna im Norden von Nigeria eingerichtet werden. Die gelieferten Rohre aus Deutschland konnten aber nicht angeliefert werden, denn der enteignete Eigentümer des Lagergeländes drohte mit Waffengewalt! Da musste dann sogar das zuständige Ministerium zur Klärung eingeschaltet werden.
Mein persönliches Highlight in Nigeria aber war definitiv ein anderes: Hier habe ich meine philippinische Frau am Strand von Lagos kennengelernt.

DB Schenker:
Herr Allgeier, was haben Sie zuletzt bei DB Schenker gemacht?

Reiner Allgeier:
Zuletzt war ich für die Schenker Europe GmbH als Senior Vice President Integration Management tätig. Meine langjährigen Erfahrungen passten für diese Position auch besonders gut.

DB Schenker:
Herr Allgeier, wir danken Ihnen für die vielen Einblicke in Ihre Arbeit und wünschen Ihnen für Ihre persönliche Zukunft viel Erfolg und alles Gute!