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FAQ – häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Brexit. Regelmäßig für Sie aktualisiert!

Aufgrund der häufigen Verschiebung des Brexits ist ein Termin des Austritts Großbritanniens aus der EU zeitlich sehr schwer zu bestimmen. Wir gehen aktuell davon aus, dass der Brexit am 31. Januar 2020 stattfindet.

Ob es bei diesem Termin, zu einem „No-Deal“ Brexit, also zu einem ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU, oder zu einem geregelten Austritt kommen wird, ist aktuell nicht abzusehen. Ein „No-Deal“ Brexit würde bedeuten, dass Unternehmen im Vereinigten Königreich und der EU auf Waren, die zwischen Großbritannien und der EU gehandelt werden, Zoll-, Umsatz- und Verbrauchsteuervorschriften anwenden müssten, wie es auch für andere Nicht-EU-Staaten üblich ist.

Auf Ihr Unternehmen könnten infolge des Brexits einige oder alle der folgenden Punkte zukommen:

  • Zusätzliche Zollkontrollen und zusätzliche Dokumentation
    • Siehe Punkt 6 zur Dokumentation
  • Mehrkosten
    • DB Schenker wird versuchen, sich die direkt mit den Konsequenzen eines No-Deal-Brexits verbundenen Kosten erstatten zu lassen.
  • Längere Transitzeiten
    • Verspätungen sind derzeit unvorhersehbar. Irland kann ebenfalls betroffen sein, die genauen Auswirkungen lassen sich jedoch noch nicht vorhersagen.

Bedenken Sie, dass sich die Brexit-Regelungen jederzeit ändern können. Hier sind einige Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Änderungen der von der britischen Regierung angebotenen Vereinfachungen
  • Benötigen Sie Zollbürgschaften oder eine Erhöhung Ihrer aktuellen Bürgschaftssummen, d. h.
    Aufschub/TAN
  • Auswirkungen auf die Verwendung von Incoterms – die Konditionen, die für Ihre künftigen Handels-aktivitäten am besten geeignet sind; d. h. überlegen Sie, ob EXW (Export) oder DDP (Import) noch geeignet sind.

Die folgenden Schritte helfen Ihnen bei der Vorbereitung, um die Brexit-Auswirkungen so gering wie möglich zu halten:

  • Falls noch nicht geschehen, überprüfen Sie Ihr Geschäft daraufhin, welche Auswirkungen der Brexit auf Ihre EU-Lieferkette haben könnte.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden über die politische Situation im Zusammenhang mit dem Brexit und die Auswirkungen auf Ihre Brexit-Planungen.
  • Teilen Sie Vertretungsvollmachten für Kunden/Empfänger mit DB Schenker oder generieren Sie sie so schnell wie möglich im benannten lokalen Zollsystem (dies ist eine gesetzliche Vorschrift in vielen Ländern).
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Partner in ihren Handelspapieren die erforderlichen Informationen angeben, um eine Zollanmeldung abgeben zu können.
  • Kontrollieren Sie Ihre eigenen Handelspapiere und stellen Sie sicher, dass sie die erforderlichen Informationen enthalten, um eine Zollanmeldung abgeben zu können.
  • Prüfen Sie für Großbritannien, ob Sie die korrekten Genehmigungen vorliegen haben, um die benötigten Anmeldungen ausfüllen zu können, zum Beispiel, wenn Sie das Temporary Simplified Procedure (TSP) nutzen möchten:
  • Von Irland nach Großbritannien, prüfen Sie, welche Großbritannien -Verfahren Ihr Importeur zu nutzen gedenkt.
  • Teilen Sie DB Schenker mit, welche Genehmigungen Sie vom Zoll erhalten haben.
  • Teilen Sie DB Schenker etwaige Modalverschiebungen mit, die Sie in Betracht ziehen, zum Beispiel von der Straße auf Luftfracht.
  • Sprechen Sie mit Ihren Handelspartnern über die Informationen, die sie in ihrer Dokumentation angeben (bezogen auf die Zollanforderungen).
  • Teilen Sie DB Schenker mit, ob Sie im Fall eines harten Brexits eine verschobene Umsatzsteuerabrechnung anstreben.

Um den Warentransport so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollten Sie folgende Angaben zu Ihren Waren zur Hand haben:

Warenwert:
Der Warenwert ist notwendig, um die Höhe des anfallenden Zolls zu bestimmen. Der Warenwert wird außerdem für die Außenhandelsstatistik benötigt. Sie können den Wert Ihrer Waren mit einer von sechs Methoden bestimmen. Es ist zu beachten, dass Sie zuerst die Methode 1 versuchen müssen, bevor Sie mit Methode 2 weitermachen usw. Methode 1 beruht auf dem Transaktionswert. Dies ist der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis für Waren, die nach Maßgabe bestimmter Regeln eingeführt werden. Diese Regeln und die anderen Methoden zur Wertermittlung finden sich auf der Website der Welthandelsorganisation, hier.

Unter Einfuhrverbote oder -beschränkungen fallende Waren:
Unter Einfuhrverbote fallende Waren dürfen nicht importiert werden. Unter Einfuhrbeschränkungen fallende Waren dürfen nur mit Sondergenehmigung importiert werden. Sondergenehmigungen sind in der Regel erforderlich für die Ein- und Ausfuhr militärischer und paramilitärischer Güter, Dual-Use-Technologie, Kunstwerke, Pflanzen und Tiere, Medikamente und Chemikalien.

Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Leitfäden zu Einfuhrverboten und -beschränkungen sowie Ein- und Ausfuhrgenehmigungen auf den Websites Ihrer Regierung oder Zollverwaltung.

Ursprung der Waren
Die Angabe des Warenursprungs hilft bei der Feststellung, ob für sie niedrigere oder keine Zölle anfallen. In den Regeln gibt es zwei Hauptkategorien für den Warenursprung:

  • Waren, die vollständig in einem einzigen Land gewonnen oder hergestellt werden
  • Chemikalien, zu deren Produktion Materialien aus mehr als einem Land verwendet werden

Nachdem Sie den Ursprung der Waren geklärt haben, können Sie herausfinden, ob diese im Rahmen eines Zollpräferenzsystems bevorzugt behandelt werden.

Wir empfehlen Ihnen, folgende Unterlagen bereitzuhalten:

T1/T2-Dokumente:
T1 steht für Nicht-Gemeinschaftswaren (= Nicht-EU-Charakter), die jedoch in der EU bis zum Bestimmungszollamt/zugelassenen Empfänger transportiert werden sollen.

T2 steht für Gemeinschaftswaren (= EU-Charakter), die in Nicht-EU-Länder auf dem europäischen Festland mit den gVV angebundenen Ländern bis zum Bestimmungszollamt/zugelassenen Empfänger transportiert werden sollen.

HS-Klassifizierungscode:
Warencodes klassifizieren die Waren so, dass Sie oder Ihr Makler Einfuhranmeldungen ausfüllen können. Die korrekte Klassifizierung Ihrer Waren heißt, dass Sie:

  • den richtigen Zollbetrag zahlen.
  • wissen, ob der Zoll auf Ihre Waren ausgesetzt ist.
  • wissen, ob ein Zollpräferenzsystem zur Anwendung kommt.
  • wissen, ob Sie eine Ein- oder Ausfuhrgenehmigung benötigen.

EORI-Nummer:
Sowohl Importeur als auch Exporteur benötigen eine EORI-Nummer; der Exporteur muss eine Rechnung erstellen, in der beide EORI-Nummern sowie der Wert, die Warencodes und die Ursprungsländer für alle Waren vermerkt sind.

Die EORI-Nummer beweist, dass Sie oder Ihr Zollvertreter berechtigt sind, die einschlägigen Anmeldungen bei den zuständigen Steuer- und Zollsystemen abzugeben.

Registriernummer der Ausfuhranmeldung (Master Reference Number - MRN):
Die MRN wird nach vollständiger Zollanmeldung ausgestellt; diese müssen Sie Ihrem Beförderer vor Transportbeginn mitteilen.

Warum? Unsere Fahrer müssen einen Nachweis mitführen, dass eine Zollanmeldung abgegeben wurde, daher benötigen sie für jede abgegebene Zollanmeldung sowohl eine EORI- als auch eine MRN-Nummer.

Transitional Simplified Procedures (TSP):
Ihr Agent/Beförderer muss eindeutig nachweisen, dass Sie für eine aufgeschobene Abrechnung von Zöllen angemeldet sind, oder rechnen Sie mit einer Bezahlung bei Ankunft (Potenzial einer gewissen Verzögerung bei der Verarbeitung)?

Duty Deferment Scheme oder Flexible Accounting System (DDS/FAS):
Sind Sie ggf. registriert, um die Zahlung von Zöllen zu vereinfachen?

Produktkonformität, Sicherheit & Standards:
Soweit es sich um einschlägige Warenklassen handelt, arbeiten Sie bereits mit der UKCA-Kennzeichnung, um die Konformität anzuzeigen, und Angabe der Unternehmensadresse in der Begleitdokumentation? In einigen Fällen, z. B. Medikamenten-, Kosmetika-, Chemieunternehmen, müssen eventuell neue Großbritannien-Vertreter ernannt werden.

Typgenehmigungen:
Hat Ihr Produkt eine UN-ECE-Typgenehmigung?

Waren im Transit:
Werden Ihre Waren auf dem Weg von/nach Irland Großbritannien durchqueren? Wenn ja, haben Sie dafür ein Versandbegleitdokument (Transit Accompanying Document - TAD, gelegentlich auch EAD oder Export Accompanying Document genannt) vorbereitet?

ATA Carnet (Admission Temporaire):
Waren, die vorübergehend nach Großbritannien eingeführt werden, benötigen das ATA Carnet.

Wenn die Importeure Ihrer Waren die Teilnahme am TSP (Transitional Simplified Procedures) beantragen oder beantragt haben, bedeutet dies, dass sie spätere Zollanmeldungen und Einfuhrzölle beantragen können und die Waren somit schneller über die Grenzübergänge transportiert werden können.

Ja, das ist im Moment möglich. Die Geld-zurück-Garantie wird jedoch um den Brexit-Termin herum vorübergehend ausgesetzt.

Ja, das ist im Moment möglich. Wir werden jedoch rund um den Brexit-Termin alle Zusatzleistungen mit festen Zeitzusagen, z. B. Fix Day/Fix Day To Be Agreed/Fix10/13 Delivery & DB SCHENKERsystem premium für System Freight und Fix Day Delivery für Direct Freight, vorübergehend aussetzen.

Wenn Sie ein britischer Kunde sind, dann kann die notwendige SSD-Erklärung bei Ankünften in der EU auch nach einem ungeregelten Brexit erforderlich sein.

Trotz der Ungewissheit sind seit Ende letzten Jahres verstärkte Vorbereitungen auf den Brexit vorgesehen. Die von der Brexit Taskforce getroffenen Vorkehrungen sollen den Übergang nach dem Brexit erleichtern. Das Team behandelt zahlreiche Themen in vier wesentlichen Geschäftsbereichen: Zoll, Betriebsabläufe, Kommunikation und Kaufmännisches. Um unsere Vorbereitungen zu optimieren, müssen wir mehr über Ihre Anforderungen erfahren. Ihr Kundenbetreuer wird in dieser Hinsicht Ihr wichtigster Ansprechpartner sein.

Wir haben das in den wichtigsten Handelspartnerländern Großbritanniens untersucht und haben zwar eine Reihe von Notfalloptionen ausgemacht, rechnen aber mit Auswirkungen auf den Service und die Kosten. Wir müssen Sie daher bitten, uns Ihre Bereitschaft zum Routenwechsel und zur Übernahme der damit verbundenen Kosten- und Servicerisiken anzuzeigen, bevor wir derartige Änderungen umsetzen.

Nach unserer aktuellen Kenntnis sind Sendungen, die die EU vor einem harten Brexit verlassen und nach dem Brexit in Großbritannien ankommen, wie EU-interne Transporte zu behandeln (d. h. keine Änderung). Sendungen, die im selben Zeitraum Großbritannien verlassen und in der EU ankommen, erfordern umfassende Papiere wie Rechnung, Frachtbrief, Warencode, Ursprungs-/Konformitätszeugnis usw. Im Zweifel sollten Sie unbedingt mit Ihren DB Schenker Kontaktpersonen besprechen, ob die erforderlichen Papiere ausgefüllt und verfügbar sind. Eine Nichteinhaltung der erforderlichen Zollverfahren kann zu Verzögerungen und Mehrkosten führen.

Die wichtigsten Ansprechpartner in erster Instanz sind unsere (Key) Account Manager. Sie sind mit den neuesten Entwicklungen zum Thema Brexit vertraut und können sich, wenn spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind, jederzeit intern mit unseren Zollexperten besprechen.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!