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Mit 90.000 Tonnen durch die australische Wüste: DB Schenker liefert größtes Schienenfahrzeug der Welt

Schaufelradbagger für Eisenerzmine „South Flank“ von BHP • Auftragsvolumen von insgesamt 380.000 Frachttonnen • 53 Prozent weniger CO2-Ausstoß dank umweltfreundlicher Schiffe

 DB Schenker hat die Anlieferung von fast 200 Komponenten für die größten Schienenfahrzeuge der Welt erfolgreich abgeschlossen. Diese sollen in der westaustralischen Wüstenregion Pilbara in der Eisenerzmine „South Flank“, mit 3,6 Mrd. Euro Investitionssumme eines der größten Minenprojekte weltweit, eingesetzt werden. Die Ingenieure von thyssenkrupp Mining Technologies bauen die Module mit einem Gesamtgewicht von 90.000 Frachttonnen zu zwei Stackern und einem Reclaimer zusammen. Die vollautonomen Geräte werden rund 20.000 Tonnen Eisenerz pro Stunde transportieren können.



Ein Video dokumentiert den Schwerlasttransport: https://youtu.be/HI-CvPLfseU

Thorsten Meincke, Vorstand für Luft- und Seefracht von DB Schenker: „Wir sind stolz darauf, dass die weltweit führenden Hersteller von Industrieanlagen bei außergewöhnlichen Spezialtransporten wie diesem uns von DB Schenker vertrauen. Unser Team von Global Projects & Industry Solutions hat erneut seine Kompetenz bewiesen, verlässlich, sicher und pünktlich zu liefern.“


Zoran Matijevic, Project Director South Flank bei thyssenkrupp Mining Technologies: “South Flank ist in jeder Hinsicht ein Vorzeigeprojekt. Mit der Größe der Maschinen setzt thyssenkrupp neue Maßstäbe bei Technik, Logistik und Konstruktion. Wir haben vor dem Zeitplan 90 Prozent Projektfortschritt erreicht und freuen uns auf einen ebenso erfolgreichen Abschluss und die Übergabe an den Kunden.“

Mit 25 Experten von DB Schenker Global Projects & Industry Solutions in Perth wurde das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren geplant und umgesetzt. Die gigantischen Module wurden auf drei Schiffen von der westaustralischen Marineanlage in Henderson 1770 Kilometer nach Port Hedland transportiert. Dort wurden sie auf spezielle Hydraulik-Schwerlastwagen verladen und über Land in die 350 Kilometer entfernte Mine in der Pilbara-Region gebracht. Die Konvois aus zum Teil 120 Meter langen Trailer-Kombinationen passierten 27 Brücken und fünf Bahnübergänge.



Die Stacker und Reclaimer werden sich in der Eisenerzmine auf insgesamt 112 Rädern fortbewegen. Die zwei Stacker sind jeweils 106 Meter lang, 40 Meter hoch und wiegen insgesamt 2.800 metrische Tonnen. Das Schaufelrad hat einen Durchmesser von mehr als 12 Metern.

DB Schenker befördert aktuell weitere Megamodule für die Eisenerzmine und das dort vorgesehene 23 Kilometer lange Überlandfördersystem. Bisher wurden 380.000 Frachttonnen auf elf speziellen Schwerlastschiffen über eine Entfernung von 7.150 Kilometer aus verschiedenen Orten der Welt nach Port Hedland transportiert. Der Temperaturunterschied auf dieser Route betrug dabei vereinzelt rund 60 Grad Celsius.



DB Schenker verfolgt das Ziel, der führende Anbieter grüner Logistik zu werden. Deshalb erfolgte dieser Transport unter den Auflagen der CO2-Emissionsziele der DB-Gruppe. Umweltfreundlichere Schiffe ermöglichten eine Reduzierung des CO2-Fußabdruckes von bisher 53 Prozent bzw. 16.771 Tonnen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen.