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Exoskelette: Tragbare Roboter für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen

Um das Lagerpersonal langfristig von körperlich anspruchsvollen Aufgaben zu entlasten, hat DB Schenker den Einsatz von Exoskeletten an mehreren Logistikstandorten in Deutschland umfassend untersucht.

Modernste Sensorik und Aktorik bieten den Mitarbeitern eine echte Entlastung, wenn sie für einige Jahre für das wiederholte Heben schwerer Lasten eingesetzt werden. Exoskelette können die Aufgaben der Mitarbeiter leichter durchführbar und weniger schädlich für die Gesundheit des Rückens machen. Diese "Außenskelette" werden von den Mitarbeitern bei körperlich anstrengenden Arbeiten angeschnallt. DB Schenker in Deutschland hat nun den Einsatz dieser Stützroboter an mehreren Logistikstandorten getestet.

Exoskelette sind am Körper getragene Stützkonstruktionen, die Bewegungsabläufe mit elektromechanischer Hilfestellung unterstützen. Neben ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen sollen sie die Lagerarbeiter beim Heben und Drehen ihrer Körper unterstützen.
Insbesondere die Lendenwirbel und die Rückenmuskulatur werden von der Gesamtbelastung weitgehend entlastet. Die Belastung dieser Körperteile ist oft die Ursache für gesundheitliche Probleme und Arbeitsunfähigkeit.
Im Lagerumfeld sind die Mitarbeiter oft noch für physisch anspruchsvolle Aufgaben wie das Heben von Lasten aus ihrer Verpackung oder das Entnehmen von Waren von Bodenflächen im Kommissionierbereich verantwortlich.
                      

Auch das aktive (oder hintere) Exoskelett "Cray X" des deutschen Herstellers German Bionic wurde vom Lagerpersonal ausführlich getestet.


Dies kann den Körper langfristig stark belasten und zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Mitarbeiter führen. Während allgemeine Hubarbeiten unkompliziert an Maschinen wie Gabelstapler oder Roboter delegiert werden können, ist das Herausheben für die Steuerungstechnik dieser Maschinen noch zu komplex. Ein Exoskelett kombiniert die Kraft der Maschine mit der Bewegungskompetenz des Menschen.

Im Rahmen der Graduate Summer School an der Universität Dortmund hat DB Schenker rund 20 Doktoranden verschiedener Fakultäten nach Köln eingeladen. Hier nahmen sie am Praxistest für die Exoskelette im Zulieferpark eines namhaften Automobilherstellers teil.



                                                               

"Das Feedback der Doktoranden und DB Schenker-Mitarbeiter nach dem Test war sehr positiv und bestätigte einmal mehr, dass die langfristige Nutzung in Verbindung mit ergonomisch optimal gestalteten Logistikprozessen die Gesundheit der Mitarbeiter verbessern kann.
In den kommenden Monaten werden wir nun die Ergebnisse im Detail analysieren und prüfen, ob die Exoskelette dann in den Bereich der Prozessoptimierung bei DB Schenker aufgenommen werden."


- Gerald Müller, Head of Process and Efficiency Management

Im Rahmen des Pilotprojekts lag der Schwerpunkt auf der Kommissionierung und Sequenzierung von Paketen bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm. Mitarbeiter, die mit einem Exoskelett ausgestattet sind, entnahmen die Pakete aus den Lagerregalen und stellten sie auf Paletten ab. Das Exoskelett unterstützte die Bewegungsabläufe.